27. Dezember 2025

Tolle Sci Fi Idee, aber zäh erzählt – Meine ehrliche Meinung zu Pluribus nach Staffel 1

Manchmal frag ich mich schon, warum mich gerade Serien mit den besten Ideen am meisten ermüden. So ist es mir jedenfalls mit Pluribus gegangen. An der Serie gab’s die Tage kein Vorbeikommen. Jetzt in den weihnachtlichen Feiertagen, ein paar ruhigeren Momemte und eindeutig zu viel Zeit auf der Couch hab ich die erste Staffel am Stück geschaut. Ohne Ablenkung, ohne große Erwartungen, nur mit Neugier. Die Prämisse ist stark, fast schon beunruhigend. Ein kollektives Bewusstsein, ein Virus aus dem All, eine Menschheit ohne Individualität. Genau mein Ding eigentlich. Auch weil Vince Gilligan dahinter steckt und ich ihm normalerweise viel zutraue.

Was mich dann aber beschäftigt hat, war weniger das Was, sondern das Wie. Die Serie denkt viel nach, vielleicht zu viel. Szenen dürfen atmen, schweigen, stehen bleiben. Das kann elegant sein, hier wirkt es oft wie Stillstand. Das Ding hätte man ruhig um die Hälfte kürzen können, find ich. Carol, gespielt von Rhea Seehorn, bleibt für mich auf Distanz. Absichtlich vermutlich, aber emotional hat mich das nie ganz abgeholt.

Dabei schaut alles hervorragend aus, sauber produziert, ruhig, kontrolliert. Nur die Spannung rinnt langsam durch die Finger. Ich hab oft das Gefühl gehabt, die Serie weiß selbst nicht, ob sie Satire, Sci Fi oder Gesellschaftsstudie sein will. Und trotzdem bleib ich dran. Vielleicht, weil gute Ideen Geduld verdienen. Vielleicht auch nur aus Trotz. Aber auch hier müssen wir Geduld beweisen. Keine Chance, dass die Serie vor 2027 kommt. Und auch da eher gegen Ende hin wieder. Meh!

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