Neulich hab ich mich (mal wieder, um ehrlich zu sein) dabei erwischt, wie ich zum fünften Mal mein Notizbuch umsortiert habe, anstatt endlich mit dem Projekt anzufangen, von dem ich seit Jahren rede. Ein bissl peinlich war das schon.
Ich glaub viele von uns tragen große Träume mit sich herum. Nicht laut, eher still irgendwo im Hinterkopf. Ein eigenes Business. Ein kreatives Projekt. Ein kompletter Neustart vielleicht. Und trotzdem bleibt alles stehen. Nicht weil wir nichts wollen, sondern weil der erste Schritt oft schwerer wirkt als das ganze Ziel.
In einem Video von Olga Loiek wurde genau das erklärt. Unser Gehirn versucht unangenehme Gefühle zu vermeiden. Angst vor dem Scheitern. Zweifel. Überforderung. Also beschäftigen wir uns mit sicheren Dingen. Planung statt Handlung. Recherche statt Risiko.
Das Traurige daran ist, dass man sich dabei sogar vernünftig vorkommt. Ich hab monatelang geglaubt, ich bereite mich nur gut vor. In Wahrheit hatte ich einfach Angst anzufangen.
Mittlerweile versuch ich anders damit umzugehen. Nicht mehr alles perfekt denken. Einfach zehn Minuten starten. Ohne Erwartung. Ohne großes Ziel für den Moment. Und ehrlich, manchmal reicht genau das schon, damit plötzlich wieder Bewegung ins Leben kommt.