Die Schlosskirche
Das Schlossgebäude, dessen Erbauungszeit unbekannt ist, dürfte einst als Jagdschlösschen dem Herzog Albrecht und seinen Nachfolgern gedient haben.
Der Baubeginn des Schlosses fällt ca. in das Jahr 1560. Vorher bestand ein Wehrbau. Seine heutige Gestalt (ohne Kirche) erhielt es 1589.
1714 erschütterte ein schweres Erdbeben das Schloss.
Die alte Kirche am Ilgenberg beim Gehöft Mesner, geweiht dem Hl. Ägydius, verfiel zusehends und wurde 1785 aufgelassen. Karl Graf von Stainach als Inhaber der Herrschaft Donnersbach stellte im Jahre 1786 den östlichen Trakt seines Schlosses für eine neue Kirche zur Verfügung. Sie hieß "Zum heiligen Ägid in Donnersbachau recte zum hl. Kreuz am Riezenberg".
Durch den Durchbruch einer Decke und die Vergrößerung der Fenster im Schloß des Karl Graf von Stainach wurde 1786 eine Kirche geschaffen, die ebenfalls dem Hl. Ägydius geweiht war. Für den Umbau wurden die Inneneinrichtung und Steinplatten aus der alten Kirche am Ilgenberg verwendet.
Da im Jahr 1786 auch die Gründung der Volksschule bewilligt wurde, kamen Kirche, Pfarrhof, Vikariatswohnung, Schulzimmer und Schulmeisterwohnung unter ein Dach. 1780-1790 wurde der Hochaltar und die Kanzel vom Bildhauer Johann Fortschegger aus Bad Mitterndorf renoviert.
Die Schlosskapelle, wo nur die Mitglieder der Herrschaft Messen hören durften, ließ man auf. Schließlich wurde 1861 das Vikariat zu einer ordentlichen Pfarre erhoben.
Ein reich mit Gold besticktes Messkleid mit der Jahreszahl 1672 dürfte einen gewissen Altertumswert haben. Ansonsten gehörte Donnersbach zu einer der ärmsten Pfarren des Landes.
Eine neue Eindeckung des Daches mit Schindeln erfolgte 1807. Die Glocken stammen aus 1840. 1862 folgte eine Renovierung der Altarstufen durch den Donnersbacher Tischler Josef Javorsky. Die Chorstiege wurde 1867 errichtet und 1926 erneuert. 1882-1884: Gewölbemalerei "Dreifaltigkeit" von P. u. J. Madl, Maler aus Öblarn. 1891: Lourdesstatue. Schließlich folgte 1895 die Anschaffung der Orgel (Mauracher, Salzburg).
1903 wurden im Presbyterium (Altarraum) Wienerbergerplatten verlegt. 1904 folgte der Ankauf der Ägydifahne und der Messingtafeln für die Kirchenbänke. Ab 1925 Stromversorgung. Im Jahre 1950 wurden drei neue Glocken geweiht, da die alten während des zweiten Weltkrieges abgeliefert werden mussten. 1957 wurde der Altar erweitert. Renovierungen erfolgten 1964 im Inneren und 1988 an der Außenfassade. Eine umfassende Renovierung des Inneren der Kirche fand 1997 statt.
Dieses Bild zeigt einen kunstvollen Kupferstich von Matthäus Vischer aus dem Jahre 1681. Auf dem Kupferstich abgebildet sind das Bad (evtl. eine alte Heilquelle ??), die Ägydiuskirche am Ilgenberg (Kirchenruine beim Mesner) und das Schloss, das erst 1786 zur Kirche ausgebaut wurde.
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