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Gedenken an Hias
Im Gedenken an Mathias Erich Mayer unsern HIAS Unser Hias wurde als ältester Sohn von Mathias und Maria Mayer am 03.11.1950 in Johnsbach geboren. 5 Brüder und eine Schwester vervollständigten die Großfamilie... Nach dem Abschluss der Pflichtschule machte er eine Lehre als
Zimmerer. Danach rückte er zum Bundesheer in die Kaserne Aigen im
Ennstal ein. . Von dieser Zeit an war das obere Ennstal seine neue
Heimat.Mit Rupert Zwanzleitner, den er schon aus seiner Jugendzeit
kennen und schätzen gelernt hat begann seine Musikerlaufbahn. Das Duo
Ruap und Hias wurde bald über das Ennstal hinaus bekannt. Hias ging zu
dieser Zeit jedoch immer einer Arbeit nach und war unter anderem als
Eiszusteller mit dem LKW für die Firma Eskimo unterwegs. Obwohl er
Musik nur so nebenbei machte, war sein Aufstieg nicht mehr aufzuhalten.
Mit seinem Humor und seinen die Lachmuskeln strapazierenden
Darbietungen war er gern gesehener Gast in allen großen Festzelten und
Hallen.Mit dem Ligister Trio erfolgte dann der nächste Schritt nach
oben in der musikalischen Karriere.Der erste Auftritt im
Musikantenstadel im Jahr 1981wurde zu einem großartigen Erfolg. Der
Hias hatte sich so in die Herzen der Stadelfans gespielt, gesungen und
geblödelt, dass er zu einem fixen Bestandteil dieser Sendung wurde. In
den folgenden .Jahren war er aus dem Musikantenstadel einfach nicht
wegzudenken. Alle Besucher und Fernsehzuseher warteten bei jeder
Sendung gespannt auf den Hiasauftritt. Seine Einlagen zählten stets zu
den Höhepunkten. Wir Donnersbacher haben natürlich noch gespannter
darauf gewartet. Leider hat man ihn dann immer öfter in Rollen oder zu
Einlagen verpflichtet, die nicht die Seinen waren und die er dadurch
auch nicht so überzeugend darbringen konnte.In dieser Zeit hat er mit seiner Gattin Regina, die ihm 4 Töchter zur Welt brachte, die Hiaslstubn in Donnersbach gebaut. Gut 15 Jahre lang war die Hiaslstubn ein Treffpunkt für sehr viele bekannte Hiasfans aus ganz Österreich. Von höchsten Politikern über erfolgreiche Sportler und Schauspieler wer zu dieser Zeit etwas auf sich hielt musste auch einmal zu Gast in der Hiaslstubn gewesen sein. Ganz Donnersbach hat noch die Frühschoppen in der Hiaslstuben in Erinnerung, die eine einzige Erfolgsgeschichte waren. Sogar Petrus getraute sich hier nicht dagegen zu arbeiten und sorgte stets für herrliches Sommerwetter. Das größte Problem war die vielen Busse und Privatautos auf den umliegenden Wiesen und Parkplätzen unterzubringen. Als guter Schifahrer war er auch sehr oft bei Prominentenrennen wie beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel dabei. Er hat in dieser erfolgreichen Zeit seine Freunde und Nachbarn im Ort nie vergessen. Sehr vielen von uns hat er durch verschiedenste Einladungen für Stadlbesuche, Besuche bei Schirennen oder Schispringen und vielen anderen Großveranstaltungen, sehr viel Freude bereitet. Es war ein besonderes Erlebnis mit unserem Hias in VIP Clubs geladen zu werden und mit den bekanntesten Leuten unseres Landes an einem Tisch sitzen und Gespräche führen zu können. Es ist sehr schön und bedeutet sehr viel, wenn man über einen Verstorbenen sagen kann: „Er war ein guter Mensch“. Diese Feststellung können die Bewohner unseres Ortes, die ihn mehr als Mensch als Künstler und Fernsehstar, gekannt haben jederzeit unterschreiben. Diese sehr erfolgreiche Stadlära endete 1992. Seine Beliebtheit und Bekanntheit hatte die des Karl Moik erreicht, wenn nicht überstiegen. Vor allem wurde er von seinem Publikum geliebt. Er und auch der ORF waren mit der Entscheidung den Stadl ohne Hias zu machen nicht gut beraten. Solche Entscheidungen sind im Nachhinein immer sehr einfach zu kommentieren.In diesen Jahren gab es für ihn und das Ligister Trio stets ausverkaufte Hallen und Bierzelte. Die logische Folge waren neben vermehrten TV Auftritten, goldene und platine Schallplatten.Seine Karriere ging jedoch auch ohne Stadl noch sehr erfolgreich weiter. Tourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz mit dem Mooskirchner Quintett mit Hansi Hinterseer mit Marianne und Michael und gemeinsam auch wieder mit Karl Moik. Fernsehauftritte in Oh du mein Österreich mit Harry Prünster, Theaterauftritte mit der Löwingerbühne, Filme wie „Starke Zeiten“ gemeinsam mit Gottschalk, David Hasselhoff und O. Fischer, oder „Schloss am Wörthersee“ mit Roy Black folgten Mit 57 Jahren hat er mit dem Wissen um seinen angeschlagenen Gesundheitszustand und sehr wahrscheinlich mit der Angst den hohen Erwartungen seines Publikums bei den bevorstehenden Auftritten nicht mehr gewachsen zu sein, seinem Leben ein Ende gesetzt. Wir die wir fassungslos zurückbleiben, müssen wieder einmal zur Kenntnis nehmen, dass man in keinem Menschen hineinschauen kann und solche Ereignisse weder begreifen noch verhindern können. Donnersbach bedankt sich bei unserem HIAS für die vielen schönen Begegnungen, für die schönen Stunden die uns deine Auftritte gebracht haben, für die „Hiasbierzelte“ und für die Frühschoppen. Besonders bedanken möchten wir uns für deine Freundschaft und deine Verbundenheit zu deinem Heimatort. Donnersbach war dir nie zu klein oder zu unbekannt, du hast stets betont, ich bin in Donnersbach City daheim und hast damit deine Heimatgemeinde um vieles bekannter gemacht. Die Beisetzung unseres Hias fand am Donnerstag dem 12.07.2007 um 13.30 vom neuen Vereinsgebäude weg statt. Ein endlos langer Trauerzug bewegte sich durch den Ort hinauf zur Kirche. Es waren ca.1500 Leute, aus Nah und aus der Fern, die es sich nicht nehmen ließen, den letzen Weg mit unserm Hias gemeinsam zu gehen. In der bis auf den letzen Platz gefüllten Kirche und am Kirchhof, wo die Messe mit Lautsprechern übertragen wurde, lauschten die Besucher den Worten von Pater Bonifaz, der den Hias als Menschen, den er aus persönlichen Gesprächen gekannt hat, gewürdigt hat. Es war, in einer hektischen lauten Zeit, die auch den Hias Mayer kaum zur Ruhe kommen hat lassen, fast ein Widerspruch, das die Leute vor der Kirche ihre volle Aufmerksamkeit und Konzentration den Worten unseres Bruder Bonifaz gewidmet haben.Dieter Böttger, ORF Mann und Wegbegleiter, aber auch persönlicher Freund unseres Hias vom 1. Stadl an, hat in sehr persönlichen Worten den steilen Aufstieg von Hias Mayer beschrieben. Er hat auch aus seiner Sicht die Entwicklung unseres Hias als Fernsehstar aber auch als persönlicher Freund und Mensch geschildert. Im Strahle der Scheinwerfer hat der Hias leider sehr oft nicht unterscheiden können, wer seine wahren Freunde waren und wer sich nur im seinem Lichte gesonnt hat. Kein Mensch kann unzählige Freund haben, jeder Mensch und ist er auch noch so bekannt, muss froh sein eine Hand voller Freunde zu haben. Am Erfolg unseres Hias haben sehr viele Teil gehabt, vielleicht zu viele, ansonsten wäre es nicht erklärbar, dass ein Mensch wie Hias Mayer nach seinen großartigen Erfolgen und mit seinem stets bescheidenem Lebenswandel kein finanzielles Erbe hinterlassen kann. Es ist traurig, ja beschämend, wie verschiedene Medien versucht haben in aufreizender Weise mit Enthüllungsberichten über unseren Hias ihre Auflagen zu steigern. Wir in Donnersbach haben den Hias zum Glück nicht als Star sondern als einfachen Menschen wie Du und ich gekannt. Wir können beurteilen was solche Berichte wert sind. Bürgermeister Karl Lackner hat als 2. Redner den Lenbenslauf und Werdegang unseres Hias nochmals aufgerollt. Er hat sich für die Werbung für „Donnersbach City“ bedankt. Er hat auch den Menschen Mathias Mayer, der ein sehr ernster, feinfühliger Mensch war aus seiner Erfahrung uns seinem Umgang mit ihm beschrieben. Auf Wunsch der Trauerfamilie gab es nur diese beiden Redner. LH Stellvertreter Hermann Schützenhöfer hat durch seine Anwesenheit die Verdienste unseres Hias für die Steiermark gewürdigt. Viele Größen aus Sport, Politik und Kultur haben dem Begräbnis beigewohnt. Es war wie früher bei den Frühschoppen in der Hiaslstuben, wo unter den bis über 2000 Leuten stets sehr viele Prominente waren. Neben der Trachtenkapelle Donnersbach, deren unterstützendes Mitglied er war, umrahmten das Altsteieretrio Lemmerer und seine ehemaligen Nachbarn und Jugendfreunde die Zwansleitnern die Messe. und den Kirchgang. Es war schön mit anzusehen wie viele Menschen sich die Zeit genommen haben, teilweise eine sehr weite Anreise in Kauf genommen haben, um von unserem Hias Abschied zu nehmen. Der Hias war ein Mensch, der sehr vielen von uns Spaß, Freude und unbeschwerte Stunden bereitet hat, der Frohsinn und Lebensfreude im Übermaß ausgestrahlt hat und der sich dabei selbst aufgebraucht hat. Ein Stück Donnersbach gibt es nicht mehr, es ist ein Schatten gefallen auf unserm Ort , auf dem Weg zum Europa Blumendorf. |
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