Die Herrschaft

Im Gebäude der heutigen Forstverwaltung lebte früher der Hammerherr der Hammerwerke.
Herzog Albrecht II, „der Weise“, auch „der Lahme“, kaufte um 1430 in Donnersbach, was zu kaufen war. Das war die Geburtsstunde der Herrschaft Donnersbach. Der Herzog übergab die Güter 1346 an das Kloster Gaming. Im Grundbuch des Stiftes Gaming von 1373/74 sind 94 Güter verzeichnet. Um 1400 waren es bereits 162 Güter verzeichnet. Zur Herrschaft Donnersbach gehörten auch ein Teil von Raumberg und ganz Donnersbachwald.
Man nimmt an, dass Herzog Albrecht II das Kloster Gaming deshalb so reich beschenkte, da er im abgeschiedenen Tal ein Tochterkloster sehen wollte. Dazu kam es allerdings nicht.
Das Schloss stand noch nicht, jedoch ein mittelalterlicher Wehrbau, der Mittelpunkt der Verwaltung und Gerichtsbarkeit wurde. 1346 wurde die Gerichtsbarkeit von Wolkenstein abgetrennt und Donnersbach mit einem eigenen Landgericht ausgestattet.
Friedrich III zog die Güter von Donnersbach ein, gab sie 1454 aber wieder zurück.
Nach 1500 wurde die Not immer größer und führte 1525 zum Bauernaufstand im Ennstal.
König Ferdinand verkündete 1529, als die Türken vor Wien standen, die Quart, d.h., von allen Gütern wurde der 4.Teil eingezogen. Der Kartäuserorden in Gaming musste daher 1530 die Kirche, das Schloss und die Herrschaft Donnersbach mit allen Gründen, Fischwässern, Seen, dem Landgericht und allem Zubehör verkaufen. Als Käufer der Herrschaft wird Achatz Schrott, Edler und Ritter zu Kindberg genannt. Dieser führte ein Aufblühen der Herrschaft herbei. Unter seinen Nachfolgern und durch Unwetter am Ende des 16. Jhdt. kam es zu einem wirtschaftlichen Abstieg. Einer von ihnen, Ehrenreich von Saurau, war besonders grausam gegenüber den Untertanen. Aber auch sein Sohn Hans Adam war ein Bauernschinder. 1711 wandte sich die Bevölkerung an die landesfürstliche Regierung um Unterstützung ihrer Anliegen. Der große Wildbestand fraß den Bauern die Felder leer, ihre Söhne mussten in einer Garde der Adeligen dienen. Die Aufständischen wurden nach Graz vorgeladen. Hier hörte man aber nicht ihre Beschwerden an, sondern warf sie in den Kerker.
1770 gehörten zur Herrschaft Donnersbach 1213 Seelen.
1783 wurde Karl Graf von Stainach Eigentümer der Herrschaft, der sie 1799 an die Innerberger Hauptgewerkschaft (Vereinigung aller Gewerbe des Ennstales) veräußerte.
Im Revolutionsjahr 1848 wurde das Untertänigkeitsverhältnis zwischen Bauern und Herrschaft aufgelöst, und an seine Stelle traten das Bezirksgericht, das Steueramt, der Gemeindevorstand und der Bezirkshauptmann.
Die Innerberger Hauptgewerkschaft konnte keine Abgaben mehr einheben oder Robotleistungen verlangen, behielt aber den Besitz. Heute ist die „ALWA Güter- und Vermögensverwaltungs GesmbH.“ Besitzer der ehemaligen Herrschaft Donnersbach.
Aus „Geschichte von Donnersbach“ von Hans Czimeg.
Von Gold und Eisen
Im Hammerhaus, in der heute Wohnungen zur Vermietung frei sind, wohnte früher das höhere Personal für den Betrieb der Hammerwerke.
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1346 Privileg für die Herschaft Donnersbach, Gold zu fördern.
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1453 Kaiser Friedrich III gibt dem Konrad Vendel das Recht, Gold u. Silber zu schürfen.
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1559 Eröffnung eines Goldwaschwerkes in Donnersbach durch den Inhaber der Herrschaft Hans Christoph Schrott.
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1556 – 1567 Goldgewinnung..
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1803 Die k. k. Innerberger Hauptgewerkschaft sucht um Schürfung von Blei im Sagschachen und von Kupfer im Seebach an.
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1804 Entdeckung eines silbererzhältigen Bleilagers.
Das Donnersbachtal wurde aber durch das Eisen geprägt.
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1597 Hans Adam Schrott erwarb das Recht, im Donnersbach einen welschen Hammer zu errichten und das Vordernberger Maßeisen zu verarbeiten.
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1659 Verkauf des Eisenwerkes von Erasmus Wilhelm von Saurau an Paul Egger.
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1717 Paul Egger löst sich von der Grundherrschaft des Franz Bernhard von Saurau los.
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1745 Das Donnersbacher Hammerwerk wird in Schutt und Asche gelegt.
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1785 waren 49 Personen im Hammerwerk bei Karl Graf von Stainach angestellt, dazu ca. 80 Hilfskräfte.
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1786 Karl Graf von Stainach verkauft nach einem verheerenden Hochwasser die Ruinen des Hammerwerkes mit der Herrschaft an die Innerberger Hauptgewerkschaft.
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1791-1797 scheinen 286 Lieferanten (aus Donnersbach, Donnersbachwald, Altirdning, Klachau, Tauplitz u. Zlem) des Hammerwerkes im Schuldbuch auf.
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1832-1841 Im Arbeiterschuldenbuch stehen 94 Handwerker, Lehrlinge u. Arbeiter in Diensten des Hammerwerkes.
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1840 verarbeitete man noch Roheisen. Die Befeuerung erfolgte noch immer mit Holzkohle, der techn. Forstschritt war aber nicht mehr aufzuhalten und der Betrieb konnte sich in der verkehrsmäßig ungünstigen Lage nicht behaupten und wurde1868 für immer geschlossen.
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