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Geschichte von Donnersbach 

Donnersbach ist von alters her besiedelt.

Die Geschichte von DonnersbachIm Jahre 1947 entdeckte die Lehrerin Frau Berta Runge einen römischen Votivstein, der als Beweis für den zumindest zeitweiligen Aufenthalt von Römern im Donnersbachtal anzusehen ist. Der Text auf dieser Steintafel berichtet über eine erfolgreiche „Kurbehandlung“ eines römischen Bürgers. Übersetzt lautet der Text :

"Den beiden Nymphen (=Quellen) geweiht. Gaius Annius Juvenalis hat sein Gelübde nach Verdienst gelöst"

Der Votivstein ist jetzt im Landschaftsmuseum in Trautenfels zu besichtigen.

 

1190 scheint zum ersten Mal der Name Donnersbach auf. Das Kloster St.Peter in Salzburg vergleicht sich mit den Verwandten eines gewissen Deinhard. Dabei wird als Zeuge ein Dietmar de Dornspach erwähnt.

1344 kaufte Herzog Albrecht II. umfangreiche Güter in Donnersbach, die er später dem Kloster Gaming in Niederösterreich vermachte. Es kam zwar in Donnersbach zu keiner, offensichtlich beabsichtigten, Klostergründung, wohl aber zur Gründung einer Herrschaft. Ein mittelalterlicher Wehrbau entstand, der Mittelpunkt der Verwaltung und eines Gerichtes wurde.

Das Donnersbach-Tal gehörte seit seiner Besiedlung zur Pfarre Irdning. Der weite Weg dorthin wird wohl dazu geführt haben, eine eigene Kirche zu errichten. Näheres zu deren Entstehungsgeschichte finden Sie hier.

Im Rahmen eines Dorfentwicklungsprojektes wurde die Kirche am Ilgenberg in den letzten Jahren  restauriert. Viele freiwillige Arbeitsstunden von Donnersbacher Bürgern machten dies erst möglich.

Heute ist die Kirchenruine am Ilgenberg, neben dem Schloss, das kulturelle Erbe von Donnersbach.

  • 1346 wurde Donnersbach mit einem eigenen Landgericht ausgestattet. Noch heute sind in diesem Zusammemhang Reste eines Galgens im Poschawald sichtbar.
  • 1454 wurde einem Konrad Vendel von Kaiser Friedrich III. das Recht eingeräumt Erz, Gold und Silber zu schürfen. Der Bergbau dürfte aber nicht sehr ergiebig gewesen sein.
  • 1530 in der Zeit der Bauernaufstände und der Türkenbelagerung von Wien, musste die Grundherrschaft in Gaming ihren Besitz verkaufen. Käufer war Achatz Schrott, Ritter zu Kindberg.
  • Anfang des 17. Jahrhunderts folgen die Grafen von Saurau. Donnersbach hatte zu dieser Zeit ca 1200 Einwohner.
  • Durch den Waldreichtum war für die Erzverarbeitung gute Voraussetzungen gegeben und dem Hammerherrn Paul Egger gelang 1717 die Loslösung von der Herrschaft.
  • 1783 kaufte Karl Graf von Stainach die umfangreichen Besitzungen in Donnersbach.
  • 1786 fand der Einbau der Kirche im Schloss statt.
  • 1799 wird die Innerberger Hauptgewerkschaft Besitzer der Herrschaft.
  • 1848 wurden die Herrschaftsverhältnisse aufgelöst.
  • Aus der Herrschaft entstanden die Gemeinden Donnersbach und Donnersbachwald.
  • Der Besitz der früheren Herrschaft blieb erhalten. Es folgten wechselnde Besitzverhältnisse.
  • 1945 erhielt die Creditanstalt Bankverein die Eigentumsrechte. 

Der Übergang vom untertänigen zum freien Bürger zeigte sich auch in der weiteren Entwicklung der Gemeinde.

  • 1880 wurde die Musikkapelle gegründet.
  • 1895 wurde ein Postamt errichtet.
  • 1896 erfolgte die Gründung der FFW Donnersbach
  • 1902 wurde die Raiffeisenkasse gegründet.
  • 1909 erfolgte die Gründung des Kameradschaftsbundes
  • 1927 wurde ein Schwimmbad gebaut.
  • 1933 folgte die Gründung der FFW Erlsberg 

Dem Zusammenbruch der Monarchie folgte eine Zeit unvorstellbarer Not; Wildererunwesen, Bettelei und Diebstahl gehörten zum Alltag. Die finanzielle Lage der Gemeinde war sehr angespannt, es konnten keine Zahlungen mehr geleistet werden.

Nach der barbarischen Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, erfolgte eine konstante Aufwärtsentwicklung der Gemeinde Donnersbach.

Ab 1945 begann ein Aufbauwerk, das im Laufe der folgenden Jahrzehnte für Donnersbach einen nie gekannten Wohlstand brachte.

Das im Jahre 1998 angelaufene Dorfentwicklungsprojekt verwirklichte die Errichtung eines Sport-und Jugendtreffs, des Leib-und Seelwanderwegs, eine öffentliche Bibliothek, die Neugestaltung des Dorfplatzes, die Anlage von Streuobstwiesen, die Errichtung einer Freizeit-Anlage mit Badesee, Blumenschmuck im ganzen Dorf und die schon erwähnte Restaurierung der Kirchenruine „Ägydi“ am Ilgenberg.